Rückblick auf den Militärputsch – 50 Jahre Brasilientage

Wir schauen zurück in den März 1964. Damals kam es in Brasilien zu einem Militärputsch mit mehrere Toten. Die Nunca Mais Braslientage drehen sich genau um dieses Ereignis. Aus der Geschichte lernen – gegen Gewalt und Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. Ein Höhepunkt der Verantstaltung stellte die Diskusssion über die deutsch-brasilianische Beziehungen während der Diktatur dar.

Vor fast genau 3 Jahren, am 31. März 2014, jährte sich der blutige Militärputsch in Brasilien zum fünfzigsten Mal. Die Diktatur dauerte über 20 Jahre an. In dieser Zeit waren Gewalt und Repression gegenüber Mitgliedern der Opposition und Gegnern des Regimes legitimiert. Damit dieses Ereignis nicht in Vergessenheit gerät, wurden die Brasilientage ins Leben gerufen. Organisiert wird das ganze von der Initiative Nunca Mais. Von März bis Juni 2014 gab es bundesweit diverse Aktivitäten mit namhaften Experten und Zeitzeugen. Die Veranstaltungen fanden bundesweit statt. Mit dabei waren  unter anderem Berlin, Köln, Bonn, Frankfurt am Main, Leipzig, Hamburg und Bielefeld. Zum selben Zeitpunkt wurden auch Veranstaltungen in Brasilien abgehalten.

Im Rahmen der Nunca Mais Brasilientage wird insbesondere der aktuelle Stand der Aufarbeitung in Brasilien diskutiert, wie sie seit Einsetzung der nationalen Wahrheitskommission 2012 nunmehr offiziell begonnen hat. Die brasilianische Militärregierung war die erste von vielen Militärregierungen in Lateinamerika, die ab den 1970er Jahren insbesondere in Chile und Argentinien blutige Spuren hinterließen. Die Entwicklung von Aufarbeitung und Erinnerungskultur in diesen Ländern soll daher im Rahmen verschiedener Veranstaltungen ebenfalls vergleichend dargestellt werden.

Im Vordergrund standen dabei in erster Linie die engen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien während der Diktatur. Gab es deutsche Unerstützung für das Militär? Zudem gab es Menschen in Deutschland, die die politisch vefolgten Brasilianer unterstützten. Wer waren diese Unterstützer? Hauptpunkt der Diskussion waren zudem die aktuellen menschenrechtlichen Probleme in Brasilien. Darunter zählen beispielweise die zunehmende Polizeigewalt und die Gewalt und Ausgrenzung gegenüber Eingeborenen.

Ein besonderes Augenmerk lag zudem auf der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Brasilien in dieser Zeit. Aufgrund dieser Kooperation kam es 1975 zur Unterzeichnung eines bis heute gültigen Atomvertrags. Auf diversen Veranstaltungen wurde die Geschichte des Vertrags kontrovers diskutiert und der aktuelle Stand der gemeinsamen Energiepolitik besprochen.